Monomythos Serie BLOCK 1: ATEM – Arenas de San Pedro – Migraciones

Am 6. August 2010 fuhr ich vollgeladen nach Spanien ab, um gleich nach den ersten 80 km mit einem Bruch der Antriebswelle liegen zu bleiben. Nachdem der Schaden Freitag Spätnachmittag geschah, war an eine Reparatur vor Montag nicht zu denken und damit wäre der gesamte Zeitplan bis zur Eröffnung in Spanien nicht mehr zu halten gewesen. Außerdem war die eine Hälfte des Aufbauteams bereits mit dem Flugzeug auf dem Weg nach Spanien bzw. aus anderen Landesteilen angereist.

Nach vergeblichen Versuchen am Samstag noch das richtige Ersatzteil zu beschaffen, ergab sich am Samstagabend die rettende Lösung, dass die Gießerei Gugg mit einem Zugfahrzeug aushalf. Nochmals den aller wärmsten Dank an dieser Stelle!!!

Nach dem Umladen des Zugfahrzeugs (das die Baumaterialien für den Monomythos Block enthielt) am Sonntagmorgen mit meinem Freund Karl Schmitt-Walter, brachen wir zu zweit am Sonntagmittag endgültig gen Spanien auf.

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Die Reise verlief glücklich und ohne größere Vorkommnisse. Die Götter waren uns gewogen, was wir allerdings erst nach unserer Ankunft in Arenas de San Pedro wirklich merkten. Dort trafen wir am Dienstag morgen gegen 2 Uhr früh ein und stellten fest, dass einer der Reifen unseres Doppelachsanhängers einen Plattfuß eingefangen hatte. Ein Metallspan hatte die Reifendecke durchschlagen. Der zweite Reifen der Seite auf der sich der Plattfuß befand, war im Begriff sich aufzulösen. Teilweise hatte die Ablösung der Karkasse durch die erhöhte Reibung schon stattgefunden. Welch ein Glück! In der Nacht hatten wir kurz vor Arenas noch zwei Gebirgspässe auf sehr schmaler Straße, mit engen Serpentinenkurven passiert. Wenn dieser Reifen in einer der Kurven bergab geplatzt wäre, unser Anhänger mit mehr als 1,6 Tonnen Gewicht – Kain und Abel und die beiden Portalfiguren – hätten uns vielleicht mit dem Zugfahrzeug in die Tiefe gerissen.

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Wir hatten in einem eigens für das Team angemieteten Haus angenehm den Rest der Nacht verbracht – es war uns dankenswerter Weise vom Kulturreferat der Stadt zur Verfügung gestellt worden – und begannen am Morgen mit dem Abladen der Figuren. Auch der bestellte Gabelstapler war vor Ort, alles lief reibungslos und wie am Schnürchen. Das gesamte Aufbauteam (5 Personen) war bestens gelaunt, wie man auf den Bildern sehen kann.

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Gleich nach dem Abladen wurde „Kain und Abel“ in der Halle richtig positioniert, so wie der spätere Standort sein sollte. Nun konnten wir mit dem Aufbau des „Sakralraums“, dem „Monomythos Block“ darum herum beginnen.

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Während Mathias, Alin und Sergej die Holzwände des Blocks errichteten, war ich mit dem Streichen der restlichen Holzflächen beschäftigt. Der Block war im Mai 2010 in der Briennerstraße 48 das erste Mal errichtet worden. Da dort aber die Deckenhöhe nicht ausreichte, war auf das Dach und die Rückwand verzichtet worden. Diese Bauteile mussten nun in Arenas zusätzlich angefertigt werden.

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Nachdem die Balkendecke gezogen war, wurde auch gleich der Narthex, d.h. die Licht- und Geruchsschleuse am Eingang errichtet, der später von zwei dichten Mollton Vorhängen verschlossen werden sollte.

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Während die anderen am Dach weiter bauten, begann ich bereits mit der Verkabelung für die Klang- und Lichtinstallation. Auch die zentrale Stromversorgung mit den Sicherungsautomaten wollte eingebaut werden.

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Schließlich war das Dach drauf und drinnen herrschte Dunkelheit. Wir mußten mit Beleuchtung weiter arbeiten. Die Wände wurden komplett mit Mollton bespannt. Als endlich alles fertig war, konnte die Bronze entüllt werden.

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Die Plastik wurde auf Transportschäden begutachtet, aber ausser einer kleinen Scheuerstelle, die durch eine schlecht sitzende Gurtschließe verursacht worden war, war nichts zu beanstanden.

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Vielen Dank, Mathias!!! Das meiste war geschafft. Wir waren glücklich und lagen gut in der Zeit. Einen Puffertag hatten wir eingeplant – und den brauchten wir auch. Man sieht, das hier der Rasen noch nicht verlegt ist, der den Boden der Rauminstallation bildete. Er musste noch in der Nähe von Madrid beschafft werden. Auch ein Trip von mal eben 70 km hin und zurück. Und wir mussten nochmal los, da der Verstärker, der zuhause noch tadellos funktioniert hatte plötzlich versagte. Also, wieder Madrid – Media Markt. Und schließlich die Vorhänge! Seit der Ausstellung in München waren sie eingelaufen. Sie mussten verlängert werden. Nur gut, dass schließlich auch das Team der Galerie eingetroffen war. Sophia und Adriana waren die Rettung für den Vorhang.

Schließlich waren wir fertig. Pünktlich am Vormittag des großen Tags der Vernissage, die abends um 19 Uhr stattfinden sollte, war alles bereit. Klang, Licht, Rasen, alles stimmte. Die Spanier staunten nicht schlecht, dass diese Deutschen die ganze Woche nichts außer einer Steckdose benötigt hatten, während sonst allenthalben Hilfe zu leisten war …

¡Salud!

Zum Schluss der Bericht des spanischen Fernsehens …

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Making of … Kain und Abel VI

Nach den zuletzt zu sehenden Bildern der Zerstückelung von „Kain und Abel“ wurde für jedes der Einzelteile eine Silikonform angefertigt.

Nachdem dieser Schritt erfolgt war, wurden aus diesen Silikonformen Wachs-Modelle geschaffen, die mit den notwendigen Angüssen (Zufluss-Kanälen) und Steigern (Entlüftungskanälen) ebenfalls aus Wachs versehen worden sind. Diese recht komplex wirkenden Gebilde aus Wachs wurden in mächtigen Kästen mit einem Gips-Schamotte Gemisch eingegossen.

Nach dem Erstarren und Aushärten der Masse wurden diese Blöcke aus Gips-Schamotte sehr vorsichtig und langsam über mehrere Tage in einem großen Ofen – einem Keramikofen nicht unähnlich – auf ca. 600 Grad erhitzt. Dadurch trat das noch vorhandene Wasser als Dampf aus der Form aus und das Wachs schmolz und verdampfte. Zurück blieben Gips-Schamotte Hohlformen in die dann die flüssige Schmelze aus Bronze eingegossen wurde (Wachsausschmelzverfahren).

Nach Auskühlung der Bronze wurden die Gips-Schamotte Formen vorsichtig zerschlagen und die zum Vorschein kommenden Rohgüsse gereinigt, von Angüssen und Steigern befreit und versäubert. Schließlich konnte unter meiner Aufsicht das Zusammensetzen der Figur beginnen.

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Zunächst wurden die Einzelteile nur geheftet, wie die Schweißer sagen, um noch notwendige Korrekturen in der Ausrichtung vornehmen zu können. Insbesondere das korrekte Wiederherstellen der Winkel war eine wichtige Aufgabe, die meiner ganzen Aufmerksamkeit bedurfte.

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Das Schweißen erfolgte mit Bronzestäben in exakt der gleichen Legierung, aus der die Einzelteile gegossen waren. Somit sind spätere Verfärbungen durch unterschiedliche Oxidation und ein Sichtbarwerden der Nahtstellen ausgeschlossen. Auch die Legierung entsprach nicht der bekannten RG9 Glockenguss-Legierung, sondern einer Spezial-Legierung der Gießerei, die noch etwas Blei enthielt. Dadurch wurde zwar der Klang dumpf – so dass eine weitere „Bespielung“ der Figur durch Kersten Ginsberg kaum Sinn machte – aber das Metall floss besser und die Gefahr von Lunkern (Porositäten) und Löchern bei den großen Einzelteilen war deutlich reduziert. Ausserdem ließ sich diese Legierung, da sie weniger spröde war, leichter treiben (biegen, dehnen), um die Passgenauigkeit der Einzelteile zu verbessern.

In den Armen von Abel und in seiner Brust wurden stark dimensionierte V2A Vierkantrohre angeschweißt, damit die Figur auch im öffentlichen Raum eine unverwüstliche Statik hat.

Man sieht auf dem vorletzten Foto, dass auch der Rumpf noch einmal geteilt wurde, um ein besseres uns sichereres Gussergebnis zu erhalten. Nachdem die Figur geheftet war wurde sie aufgestellt und von mir ausgiebig kontrolliert. Schließlich wurden alle Nahtstellen sauber komplett verschweißt und ziseliert, d.h. so in der Oberflächenstruktur überarbeitet, dass keine Übergänge zwischen Guss und Naht mehr erkennbar waren.

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Anschließend wurde die Figur mit Schwefelleber patiniert, das heißt die Bearbeitungsspuren und blanken Stellen, die durch das Schweißen und Ziselieren entstanden waren, wurden gleichmäßig gefärbt. Dann wurden die Figuren – inzwischen waren auch „Stille“ und „Ohnmacht“ fertiggestellt – verpackt, verladen und sorgfältig verzurrt. Mit knapp unter 5 Tonnen Gesamtgewicht setzte sich der Transport am 6. August gen Spanien in Bewegung.

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Making of … Kain und Abel V

Nachdem das Gipsmodell von Kain und Abel fertig gestellt war, begann ich umgehend mit der Fertigstellung von „Stille“, einer der beiden Portalfiguren für den Monomythos Block.

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Es bestand Zeitdruck, denn alle drei Bronzen („Kain und Abel“, „Stille“, „Ohnhmacht“) sollten spätestens am 6. August 2010 fertig gestellt sein, da am 14. August die Eröffnung des internationalen Kunstfestivals in Arenas de San Pedro, Palacio de la Mosquera (Spanien) stattfinden sollte. Die drei Arbeiten und der Block 1 der Monomythos Serie bildeten einen der Schwerpunkte des gesamten Festivals und sollten die zentrale Eingangshalle des Palastes belegen.

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Parallel zu meiner Arbeit an „Stille“ in der Gießerei hatte das Team, das die Wachsmodelle für den Guss herstellen sollte, mit der Auftrennung von Kain und Abel begonnen. Ein schmerzlicher, aber unvermeidlicher Schritt, da die einzelnen Formschalen der Silikonformen sonst zu groß und unhandlich geworden wären. Auch wäre ein Guss in dieser Größendimension in einem einzigen Stück in dieser Gießerei nicht zu leisten gewesen, Fehler im Guss wären die Folge. Daher wurde die Figur in  8 Einzelteile zerlegt: in Rumpf, Arme, Köpfe und die Hände von Kain. Nach dem Guss sollte die Figur wieder zusammengesetzt und verschweißt werden.

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Beide Männer – im blauen Overall – wirkten wie Chirurgen, die mit der kühlen Professionalität eines OP-Teams zu Werke gingen. Die Zerstückelung des von mir zuvor mit soviel Mühe hergestellten Ganzen wirkte auf mich wie ein mythologisch grausamer Akt, der mich sofort an den Osiris-Mythos und die brutale Zerstückelung von Osiris erinnerte.

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Gespenstisch mit welcher Leichtigkeit der elektrische Fuchsschwanz durch den Gips und die Eisenarmierung hindurch glitt. Die Zerstörung der menschlichen Form – und sei es ein Kunst-Körper  – hat immer etwas Verstörendes. Wage Vorstellungen von Gewaltverbrechen und unvorstellbarer menschlicher Grausamkeit flackern dabei durch den Kopf, auch wenn hier „Täter“ und „Opfer“ gleichermaßen betroffen waren …

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Making of … Kain und Abel IV

Die Ausstellung fand am 6. bis 16.5.2010 in der Briennerstraße 48 statt. Hierzu nur zwei Bilder.

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Nach diesem Termin erfolgte der Abbau des Monomyhtos Block und gleichzeitig die Einrüstung der überlebensgroßen Gipsfigur in ein stabiles Holzgerüst, das dazu benötigt wurde, die Figur in die Gießerei zu transportieren.

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Dies war durchaus kein leichtes Unterfangen, da die Skulptur/Plastik inzwischen mehr als eine halbe Tonne wog und bei Sturz bruchgefährdet war. Jedoch, mit sechs starken Männern alles kein Problem. Hier ist die Figur bereits umgelegt – der kritischste Moment – und wird auf kleinen Rollbrettern (sog. Möbelhunden) nach draußen befördert. Von dort per Hebebühne in den LKW und … Abfahrt in die Gießerei.

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Dort wurde das Gerüst entfernt und ich hatte nochmals etwas mehr als 100 Stunden abzuleisten, um die Feinarbeit der Oberfläche mit Ziehklingen und Schleifpapier durchzuführen. Die Gießerei (Gugg in Straubing) hatte mir freundlicherweise einen eigenen Arbeitsbereich freigeräumt, in dem ich schaffen konnte. Das Ganze fand im Juni 2010 bei Temperaturen von manchmal über 50° Celsius statt, da sich die heiße Luft in der Gießerei unter meinem Dach staute, wenn die Gießer die Öfen für die Schmelze einheizten (1700° C). Das Wasser lief in Strömen und ich verlor fast 8 kg Gewicht, bei dieser Arbeit.

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Doch auch das ging vorbei und irgendwann war es geschafft (und ich auch, ich glaube, das sieht man mir an): An diesem Abend im Juni war das Gipsmodell von Kain und Abel so gut wie fertig. Der Fotograf (Christoph Hellhake) traf am Spätnachmittag in der Gießerei ein und wir schossen dieses Foto und die Fotos der beiden Portalfiguren „Stille“ und „Ohnmacht“. Letztere hatte ich seit 2008 in meinem Atelier fertiggestellt, „Stille“ war liegen geblieben und musste erst vollendet werden. Diese Arbeit begann ich im Juli.

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Making of … Kain und Abel III

Nach der Klangperformance von Ginsberg begann mit dem 1. Februar sofort das Antragen von weiterem Gips, zum Aufbau der Form. Dabei wurden – ich weiß nicht wieviele – tausende Gipsbecher angemischt und nacheinander angetragen.

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Anzumerken ist, dass bei meiner Arbeitsweise immer auch ein „Abschlagen“ erfolgt. D.h. der Begriff „Plastik“, der von einer rein additiven Arbeitsweise ausgeht, ist nicht ganz richtig. Das Abschlagen (vorzugsweise mit Beil oder Flacheisen) hat viel vom Arbeiten in Stein, nur dass das Material weicher ist und nicht soviel abgeschlagen werden muss. Anschließend wird mit Raspeln, Kratzern, Schabern, Ziehklingen nachgearbeitet, bis die Form die gewünschte Präzision und Spannung erreicht hat. Das bedeutet, dass die eigentliche Ausformung im subtraktiven, also skulpturalen Prozess erfolgt.

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Solange es noch ging, wurde die Skulptur/Plastik auch einige Male umgelegt, der besseren Zugänglichkeit der unten gelegenen Stellen wegen.

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Mit dem Aufbau der oberen Hälfte (Kain) ging das Umlegen nicht mehr, da schon einige Zentner Gips verarbeitet waren. Zusätzlich war der Gips noch feucht und trug das Gewicht des Wassers in sich. Im Bild oben links ist das Stützgewebe erkennbar , das ich auf der Stahlkonstruktion mit Draht befestigt hatte. Im unteren Bereich hatte ich Jute verwendet, die weiter oben jedoch ausgegangen war, also griff ich auf Sisal zurück, das seinen Zweck mindestens so gut, aufgrund der gröberen Fasern eher aber noch besser erfüllte. Der Vorteil von Jute und Sisal als Trägergewebe – manchmal verwende ich auch so genanntes Streckblech stattdessen – ist, dass man die Figur gut mit dem Beil zurecht hauen kann, ohne auf Metall zu treffen. Bei Streckblech muss man stattdessen öfter zur Flex greifen, was viel mehr Staub und Eisenrost produziert.

Die nachfolgenden sechs Fotos zeigen noch einmal sehr schön die oben beschriebene Ausformung durch abtragende Methoden. Diese sechs Fotos sind von Nyc Labrets, einem Münchner Fotografen geschossen und unterliegen daher seinem Urheberrecht: Nyc Labrets ©2010 Digital Komponents Produktions.

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Manchmal musste ich in größerer Höhe balancieren, um die Arbeitsposition zu erreichen. Die Skulptur/Plastik ist immerhin 3,16 m hoch. Weil ich dauernd hinauf und herunter musste, sei es um die Wirkung aus der Betrachtersicht von unten zu kontrollieren oder um Gips neu zu mischen, hatte ich mir eine variable Plattform mit verschiedenen Höhen aus Bühnenelementen und Holzkisten gebaut.

Hier noch ein Video, geschossen von Wanda Luesst, die gleichzeitig mit Nyc anwesend war:

Die letzten drei Bilder zeigen bereits den Aufbau von BLOCK 1 der Monomythos Serie für die Ausstellung in der Briennerstraße 48, Anfang Mai 2010. Die Skulptur/Plastik ist noch nicht fertig. Dieser gebaute Raum – ein vergoldeter heiliger Schrein, gewissermaßen – umhüllte später die Figur vollständig und gab sein Geheimnis nur den Besuchern preis, die bereit waren, ihre Schuhe in einer eigens gebauten Lichtschleuse auszuziehen und barfuß den schwach beleuchteten inneren Raum der Raum- und Klanginstallation zu betreten.

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Making of … Kain und Abel II

Die folgende Bilderserie zeigt die ersten Arbeitsschritte im öffentlich einsehbaren Atelier in der Briennerstraße 48.

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Links befindet sich die Stahlprofile für das Gerüst, rechts im Vordergrund die ersten zusammengeschweißten Profile, die später die Schulterpartie und Arme von Abel bilden werden.

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Nach einigen Korrekturen (Vertauschen der Hände etc.) wächst das Gerüst schnell in die Höhe. Im vierten Bild ist schon die Schulterpartie von Kain enthalten. Alle Längen sind bereits entsprechend proportional und der tatsächlichen Größe der späteren Figur entsprechend. An den „Eckpunkten“ wie Schultern, Halsansatz, Ellbogen etc. sind die notwendigen Dicken für den späteren Materialantrag aus Gips bereits einkalkuliert.

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Der direkte Größenvergleich mit Kurator Hajo Bahner (auch nicht gerade klein) zeigt die überlebensgroße Wucht der zukünftigen Plastik bereits in diesem frühen Stadium. Im zweiten Bild links (und im dritten) , das Wachsmodell zum Vergleich.

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Die nächsten drei Bilder zeigen die fertige Gerüststruktur, die praktisch alle Teile des Skeletts in der richtigen Proportionierung enthält. Sie zeigen auch, wie komplex die Struktur aufgrund der erforderlichen statischen Aussteifungen geworden ist. Bild zwei und drei zeigen den bereits begonnenen Gipsaufbau, hier den linken Arm Abels.

Da die meisten Teile unter Spannung verschweißt wurden, war bereits beim Anfertigen ein wunderbares Klangspiel hörbar geworden. Dies brachte uns auf die Idee, den kongenialen Schlagwerker Kersten Ginsberg auf dem Skelett der Plastik von Kain und Abel spielen zu lassen. Die viel gelobte Klangperformance fand am 30. Januar statt. Hier der Link zum nachhören.

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Making of … Kain und Abel

Am 9. Januar 2010 fiel der Startschuss zum Beginn meiner überlebensgroßen Bronzearbeit „Kain und Abel“. Der eigentliche „Termin“ lag freilich schon länger in der Vergangenheit, denn die erste Idee und den darauf folgenden Bozzetto (dreidimensionale Skizze) aus Wachs hatte ich schon im Jahr 2006 angefertigt. Hier folgen nun die Bilderserien, die den Arbeitsprozess begleitet haben.

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Das erste Bild zeigt die dreidimensionale Skizze aus Wachs und auf einem Blatt eine Skizze mit Bleistift, die jedoch nur darauf angelegt ist, die Maßangaben zu enthalten. Um Darstellung geht es dabei nicht. Die Proportionsverhältnisse habe ich von meinem menschlichen Modell abgenommen und notiert. Nun werden sie, bei der Errichtung der Figur, entsprechend vergrößert (als Multiplikationsfaktor habe ich den goldenen Schnitt verwendet) und zur Dimensionierung des Stahlgerüsts eingesetzt.

Tilmann Krumrey Kain und Abel   Tilmann Krumrey Kain und Abel

Bild zwei und drei zeigen, dass ich auch das Wachsmodell noch verändert habe. Die Neigung der erhobenen Hände Kains wurde verändert, um die Körperspannung und Wucht des Schlags zu erhöhen.

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Dornröschen

Ein Jahr … nicht hundert Jahr 😉 … sind vergangen, seit ich hier den letzten Bericht eingetragen habe.  Trotzdem, eine lange Zeit.

Der vermeintliche Dornröschen-Schlaf – war jedoch keiner. Die Tage waren angefüllt mit langen To-Do-Listen, um alles auf die Reihe zu bekommen, was man als erfolgreicher Bildhauer so braucht, um in unserer satten Gesellschaft die nötige Aufmerksamkeit zu erhalten.

Noch im Herbst/Winter 2008 habe ich mit der lebensgroßen Bronzeplastik „Dornröschen“ begonnen, die hier in Ihrer Entstehung dokumentiert werden soll. Am Anfang stehen 200 kg Ton, extra fein schamottiert und mit geringst möglicher Schrumpfung und 100 kg Stahl. Ich beginne mit dem Aufbau des Gerüsts.

Zuerst schweiße ich mir ein Stützgerüst, so dass ich daran die Figur aufstellen kann. Weil die liegende weibliche Figur später umgedreht montiert werden soll, baue ich zwei Standfüße, so dass die Figur während der Arbeit „auf den Kopf“ gestellt werden kann.

Das Gerüst ist notwendig, um die 200 kg Ton zu tragen, die für die Figur vorgesehen sind. Ohne das Gerüst, würde der Ton in sich zusammensacken und die Plastik durch das Eigengewicht zerstören. Dann beginne ich mit dem Schweißen des Tragegerüst für die Figur. Ich versuche die Bewegung und die Proportion der Figur bereits so gut wie möglich vorweg zu nehmen. Nichts ist ärgerlicher, als später, wenn der Ton bereits angetragen ist, die Armierung verändern zu müssen, weil die Proportion oder Drehung des Körpers nicht stimmt. Daher nehme ich mir zum Aufbau viel Zeit.

Schließlich stimmt alles. Der Rumpf und die Extremitäten sind schon aus Stahl gebildet. Dann wird der „stählerne Knochenbau“ mit Maschendraht umhüllt. Das Drahtgewebe wird dabei mit Bindedraht auf der Unterkonstruktion fixiert. Die beiden letzten Bilder zeigen den Abschluss dieses Arbeitsganges. Wichtigste Werkzeuge waren Blechschere zum Schneiden des Maschendrahts, Kombizange und Beißzange sowie … Handschuhe! … gegen Verletzungen der Hände.

Nun kann mit dem Antragen des Tons begonnen werden. Um zu verhindern, dass der Ton vorzeitig trocknet und reißt, habe ich Frischhaltefolie bereitgelegt.

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Arbeitsfortschritte …

Neben den ganzen Planungs- und Konzeptionsaufgaben für den Monomythos Block arbeite ich derzeit auch an den großen Portalfiguren. Sie müssen als nächste ganz fertig werden.

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Diese Bilder sind etwas älter, denn ich habe bereits im August begonnen, an diesen Figuren kontinuierlich zu arbeiten. Ich bin heute weiter, als hier gezeigt ist. Trotzdem möchte ich dokumentieren, was ich gemacht habe.

Auf den Bildern ist zu sehen, welche Werkzeuge ich verwende. Also verschiedene Rührbecher für Gips aus Vollgummi, Greifzirkel, Zollstock und Winkel für Messungen. Den Taschenrechner, um Proportionsmaße des Modells zu vergößern. Daneben die bereits bekannten Kratzer, Spachtel, Sägen, Messer usw. Wichtigstes Werkzeug in dieser frühen Phase ist das Beil (in dem unteren Bild liegend zu sehen). Es ist notwendig für die Zurichtung der Proportionen und Winkel der einzelnen Gliedmaßen an der Figur. Die Figur besteht unter dem Gips aus einem Holzgerüst mit Maschendraht als Armierung (Der Draht ist im Werkzeugbild zu sehen). Zusätzlich arbeite ich Hanffasern und Sackjute in  den Gips ein. Das ergibt eine höhere Festigkeit und größere Volumina lassen sich leicht erzeugen, indem mit Gips getränker Hanf oder Jute dort aufgetragen wird, wo das Volumen notwendig ist. Und es ist viel praktischer, als den läufigen Gips direkt mit dem Spachtel aufzutragen. Ein kleines scharfes, leichtes Beil ist anschließend ideal dafür geeignet, dort wieder abzutragen, wo zuviel ist. Man kann so auch Teile der Drahtarmierung und Kanten des Holzgerüsts wegschlagen, wo sie im Weg sind. Schließlich muss sich alles der Formgebung unterordnen und diese ist im Detail beim Aufbau des Gerüsts noch nicht so planbar, als daß hier später keine Korrekturen notwendig würden.

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Das ganze „plastische“ (d.h. „antragende“) Verfahren ist also in Wahrheit ein schrittweiser Prozess aus Antragen und Abtragen von Material, um die Annäherung an die Idealform zu finden. Nicht umsonst heißt der Beruf Bild-HAUER, auch wenn es sich um Plastik handelt.

In der unteren Bildreihe links seht ihr, dass nicht nur die Vögel des Zeuxis sich täuschen lassen: Auch die niederbayrischen Mücken fahren auf Blutadern aus Gips ab. Ich dachte bislang immer, diese Insekten seien infrarot gesteuert, aber sie haben offensichtlich ein spezialisiertes optisches Organ, um Adern als Adern wahrzunehmen, selbst wenn sie nur aus Gips sind. Im hellen Streiflicht meiner Lampe konnte ich gut beobachten, wie die Mücken wieder und wieder versuchten ihre Saugrüssel in die Ader zu stechen. Immer wieder mühten sich die lieben Tierchen und der Rüssel bog sich krumm, an dem harten Gips 😉

Rechts einige Stadien weiter, Detailarbeit an der Figur OHNMACHT. Und wenn man sich nicht in den Finger schneidet, ist die Arbeit auch nicht gefährlich und geht gut voran.

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Monomythos Block: Das Portal

„ Doch nun, was zauderst Du, und stehst und sinnest, Warum ziehst Feigheit Du im Herzen groß? Ach, dass auch jetzt Du Muth noch nicht gewinnest,

Da über Dir, drei Frau’n im Himmelsschoß, Wie Du vernahmst, mit zarter Sorge walten, Und Dir mein Wort verheißt ein glücklich Loos?“

Wie Blumen, die sich vor dem Frost, dem kalten, Geschlossen mit gesenktem Haupt zur Nacht, Beim Sonnenlicht die Kelche neu entfalten,

Und auf dem Stengel stehn in voller Pracht, So hob mein Geist sich auch, jüngst matt und trübe, Und mutig sprach ich: „Ew’ger Dank gebracht“.

Sei Mitleidvollste Dir für alle Liebe, Und Dir, der ihrem Wort so schnell willfahrt! Jetzt eile vorwärts ich mit heißem Triebe.“

So spricht Dante Aligheri in der „Göttlichen Komödie“ (Hölle, 2. Gesang, Vers 118 bis 132) nachdem ihm Beatrice erschienen und neuen Mut zugesprochen hatte.

Darauf durchschreitet er die Höllenpforte …

Portal (Montage)

… und betritt die Welt des Mythos.

Dies ist die innere Welt, ein Jenseits, das zur Erkenntnis der inwendigen Göttlichkeit hinführt und wieder in die Welt zurück.

Losgelöst vom offiziellen Kunstbetrieb zeigt das Projekt „Monomythos Block“ an wechselnden, spontan zugänglichen Standorten ein Gesamtkunstwerk über den universellen öffentlichen Traum, welcher zu allen Zeiten und in allen Kulturen – auf verblüffend ähnliche Art und Weise – die  Heldenfahrt des Menschen zu sich selbst schildert und daher als Monomythos bezeichnet werden kann.

Ein Rundgang im Monomythos Block ist wie eine Reise in den „Bauch des Walfischs“: ein Gleichnis für jenen inneren Ort, an dem der Mensch seine Wachstumskrisen durchleiden muss, um zu einer alchemistischen Wandlung zu gelangen.

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