Arbeitsfortschritte …

Neben den ganzen Planungs- und Konzeptionsaufgaben für den Monomythos Block arbeite ich derzeit auch an den großen Portalfiguren. Sie müssen als nächste ganz fertig werden.

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Diese Bilder sind etwas älter, denn ich habe bereits im August begonnen, an diesen Figuren kontinuierlich zu arbeiten. Ich bin heute weiter, als hier gezeigt ist. Trotzdem möchte ich dokumentieren, was ich gemacht habe.

Auf den Bildern ist zu sehen, welche Werkzeuge ich verwende. Also verschiedene Rührbecher für Gips aus Vollgummi, Greifzirkel, Zollstock und Winkel für Messungen. Den Taschenrechner, um Proportionsmaße des Modells zu vergößern. Daneben die bereits bekannten Kratzer, Spachtel, Sägen, Messer usw. Wichtigstes Werkzeug in dieser frühen Phase ist das Beil (in dem unteren Bild liegend zu sehen). Es ist notwendig für die Zurichtung der Proportionen und Winkel der einzelnen Gliedmaßen an der Figur. Die Figur besteht unter dem Gips aus einem Holzgerüst mit Maschendraht als Armierung (Der Draht ist im Werkzeugbild zu sehen). Zusätzlich arbeite ich Hanffasern und Sackjute in  den Gips ein. Das ergibt eine höhere Festigkeit und größere Volumina lassen sich leicht erzeugen, indem mit Gips getränker Hanf oder Jute dort aufgetragen wird, wo das Volumen notwendig ist. Und es ist viel praktischer, als den läufigen Gips direkt mit dem Spachtel aufzutragen. Ein kleines scharfes, leichtes Beil ist anschließend ideal dafür geeignet, dort wieder abzutragen, wo zuviel ist. Man kann so auch Teile der Drahtarmierung und Kanten des Holzgerüsts wegschlagen, wo sie im Weg sind. Schließlich muss sich alles der Formgebung unterordnen und diese ist im Detail beim Aufbau des Gerüsts noch nicht so planbar, als daß hier später keine Korrekturen notwendig würden.

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Das ganze „plastische“ (d.h. „antragende“) Verfahren ist also in Wahrheit ein schrittweiser Prozess aus Antragen und Abtragen von Material, um die Annäherung an die Idealform zu finden. Nicht umsonst heißt der Beruf Bild-HAUER, auch wenn es sich um Plastik handelt.

In der unteren Bildreihe links seht ihr, dass nicht nur die Vögel des Zeuxis sich täuschen lassen: Auch die niederbayrischen Mücken fahren auf Blutadern aus Gips ab. Ich dachte bislang immer, diese Insekten seien infrarot gesteuert, aber sie haben offensichtlich ein spezialisiertes optisches Organ, um Adern als Adern wahrzunehmen, selbst wenn sie nur aus Gips sind. Im hellen Streiflicht meiner Lampe konnte ich gut beobachten, wie die Mücken wieder und wieder versuchten ihre Saugrüssel in die Ader zu stechen. Immer wieder mühten sich die lieben Tierchen und der Rüssel bog sich krumm, an dem harten Gips 😉

Rechts einige Stadien weiter, Detailarbeit an der Figur OHNMACHT. Und wenn man sich nicht in den Finger schneidet, ist die Arbeit auch nicht gefährlich und geht gut voran.

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